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Moringa, Brennnessel und Weizengras: Drei Blattpflanzen im Greens-Pulver

Neben Alfalfa und den beiden Algen stecken in Bio Green Flow drei Pflanzen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Moringa stammt aus Südasien, die Brennnessel wächst bei uns an jedem Waldrand und Weizengras kennt man vom Getreidefeld. Was sie verbindet: Es sind die grünen Blätter und Triebe, die verwendet werden.

Kurz gesagt: Moringa sind die Blätter des Meerrettichbaums aus Südasien, die Brennnessel ist eine heimische Wildpflanze und Weizengras das junge Gras der Weizenpflanze vor der Kornbildung. Alle drei bringen Blattgrün, Chlorophyll und Ballaststoffe in eine Greens-Mischung, als Ergänzung und nicht als Ersatz für Blattgemüse.

Moringa: der Baum mit vielen Namen

Moringa oleifera ist ein schnell wachsender Baum, der ursprünglich aus der Himalaya-Region im Norden Indiens stammt und heute in vielen tropischen und subtropischen Regionen angebaut wird. Im Deutschen wird er manchmal Meerrettichbaum genannt, weil die Wurzeln scharf schmecken. Im Marketing heißt er gern „Wunderbaum“, was eher eine Übertreibung ist.

Verwendet werden in Greens-Pulvern die Blätter. Sie werden getrocknet und fein gemahlen. Moringa-Blätter werden in ihren Herkunftsländern seit langem als Gemüse gegessen, ähnlich wie bei uns Spinat.

Geschmacklich ist Moringa grün, leicht herb und ein wenig pfeffrig. In Bio Green Flow sorgt es für ein sattes, dunkles Grün im Glas.

Moringa-Blätter sind von Natur aus eiweiß- und ballaststoffreich. Im Internet liest man häufig, Moringa kurble den Stoffwechsel an, helfe bei der Fettverbrennung oder hebe die Stimmung. Belegt ist davon nichts, und in der EU sind solche Aussagen für Moringa nicht zugelassen.

Brennnessel: die unterschätzte Heimische

Die Brennnessel, botanisch Urtica dioica, ist das genaue Gegenteil eines exotischen Superfoods. Sie wächst praktisch überall in Österreich, bevorzugt auf nährstoffreichen Böden, an Wegrändern, Bachufern und Gartenzäunen. Die meisten kennen sie nur von der unangenehmen Seite, vom Brennen auf der Haut.

Dabei hat die Brennnessel eine lange Tradition in der heimischen Küche. Junge Triebe landen im Frühjahr in Suppen, Spinat-Ersatz oder Knödeln, und Brennnesseltee ist ein Klassiker. Getrocknet verliert sie übrigens ihre Brennhaare, sodass nichts mehr brennt.

Frische Brennnesselblätter enthalten von Natur aus Mineralstoffe wie Eisen und Kalium sowie Vitamin C. Wie viel davon nach dem Trocknen und in einer kleinen Portion Pulver ankommt, ist eine andere Frage, deshalb werben wir nicht mit einzelnen Nährstoffen. Vielleicht kennst du die Brennnessel auch aus der Apotheke: Als Arzneipflanze wird Brennnesselkraut etwa zur Durchspülung der Harnwege eingesetzt. Das ist aber der Bereich von Arzneimitteln mit eigener Zulassung und Dosierung. In einem Lebensmittel wie Bio Green Flow ist die Brennnessel eine Zutat, kein Heilmittel.

Für uns ist die Brennnessel ein wichtiger Teil der Rezeptur, weil sie zeigt, worum es uns geht: Gute Pflanzen müssen nicht von weit her kommen. Manchmal wachsen sie direkt vor der Haustür.

Weizengras: der Klassiker

Weizengras ist das junge Gras der Weizenpflanze, geerntet, bevor sich die Ähre bildet. In diesem frühen Stadium ist die Pflanze sattgrün und reich an Chlorophyll. Weizengras ist seit Jahrzehnten eine der bekanntesten Zutaten in der Greens-Welt. Viele kennen es als frisch gepressten Shot aus Saftbars.

Geschmacklich ist Weizengras frisch, grasig, fast wie frisch gemähter Rasen, im positiven Sinn.

Oft wird Weizengras als „basisch“ beworben, als etwas, das den Säure-Basen-Haushalt ausgleicht. Warum diese Vorstellung nicht funktioniert, erklären wir ausführlich in unserem Artikel über die Mythen rund um Greens-Pulver.

Ein Hinweis zum Thema Gluten: Gluten steckt im Korn, nicht im Gras. Junges Weizengras, das vor der Kornbildung geerntet wird, enthält daher in der Regel kein Gluten. Da aber nie ganz ausgeschlossen werden kann, dass Spuren vorhanden sind, sollten Menschen mit Zöliakie grundsätzlich vorsichtig sein und sich an ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnete Produkte halten.

Warum gerade diese drei?

Die drei Pflanzen decken unterschiedliche Geschmacks- und Pflanzenwelten ab. Moringa bringt Tiefe und eine leichte Schärfe. Die Brennnessel bringt Bodenständigkeit und einen Hauch von Kräutertee. Weizengras bringt Frische.

Zusammen mit der Alfalfa-Basis ergibt sich eine Mischung, die nicht einseitig nach Gras oder nach Alge schmeckt, sondern ausgewogen grün.

Was diese Pflanzen gemeinsam haben

Grüne Blätter und junge Triebe enthalten von Natur aus Chlorophyll, Ballaststoffe, pflanzliche Eiweiße und eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe. Genau deshalb gehören grüne Blattgemüse zu den Lebensmitteln, die Ernährungsgesellschaften immer wieder empfehlen.

Wichtig ist uns dabei, realistisch zu bleiben: Ein Teelöffel Pulver, in dem diese Pflanzen einen Teil ausmachen, ersetzt keinen Teller Spinat. Er ist eine Ergänzung, keine Alternative.

Bio ist hier besonders wichtig

Blattpflanzen haben eine große Oberfläche. Was auf dem Feld gespritzt wird, landet direkt auf dem Blatt. Wenn diese Blätter dann getrocknet und konzentriert werden, konzentrieren sich auch mögliche Rückstände. Deshalb setzen wir bei allen acht Zutaten auf kontrolliert biologischen Anbau.

Häufige Fragen

Enthält Weizengras Gluten?

Gluten steckt im Korn, nicht im jungen Gras. Spuren lassen sich aber nicht ausschließen, Menschen mit Zöliakie sollten nur ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnete Produkte verwenden.

Brennt getrocknete Brennnessel?

Nein. Beim Trocknen verlieren die Brennhaare ihre Wirkung.

Wie schmeckt Moringa?

Grün, leicht herb und etwas pfeffrig, ähnlich wie kräftiges Blattgemüse.

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Fazit

Moringa, Brennnessel und Weizengras sind drei sehr unterschiedliche Pflanzen mit einer Gemeinsamkeit: Sie bringen echtes Blattgrün in die Mischung. Eine exotisch, eine heimisch, eine klassisch. Zusammen ergeben sie einen Geschmack, der nicht kaschiert werden muss.

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