Spirulina und Chlorella gehören zu den bekanntesten Zutaten in Greens-Pulvern. Beide sind grün, beide werden als „Algen“ verkauft und beide tauchen oft gemeinsam auf der Zutatenliste auf. Trotzdem sind sie ziemlich verschieden. In Bio Green Flow sind beide enthalten, deshalb wollen wir sie dir hier genauer vorstellen.
Kurz gesagt: Spirulina ist ein fadenförmiges Cyanobakterium (früher Blaualge) aus warmen, alkalischen Gewässern. Chlorella ist eine einzellige Grünalge aus Süßwasser mit fester Zellwand, die aufgeschlossen werden muss. Spirulina schmeckt eher meerig, Chlorella eher grasig. Keine der beiden ist eine verlässliche Vitamin-B12-Quelle.
Spirulina: streng genommen gar keine Alge
Spirulina ist botanisch betrachtet ein Cyanobakterium, früher auch „Blaualge“ genannt. Der korrekte wissenschaftliche Name lautet Arthrospira, meist Arthrospira platensis. Sie wächst in warmen, alkalischen Gewässern und bildet unter dem Mikroskop kleine, spiralförmige Fäden, daher der Name.
Spirulina hat eine tiefe, fast blaugrüne Farbe. Der blaue Anteil stammt von einem Pigment namens Phycocyanin, das es in dieser Form bei kaum einer anderen Pflanze gibt. Spirulina enthält von Natur aus einen hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß, was sie für viele Menschen interessant macht.
Geschmacklich ist Spirulina kräftig, leicht salzig, mit einer Note, die an Meer oder Seetang erinnert.
Chlorella: die einzellige Grünalge
Chlorella dagegen ist eine echte Grünalge. Sie lebt im Süßwasser und besteht aus einer einzigen, kugelrunden Zelle. Ihr Name leitet sich vom Chlorophyll ab, das ihr die intensive grüne Farbe gibt.
Eine Besonderheit von Chlorella ist ihre feste Zellwand. Damit der Körper mit Chlorella überhaupt etwas anfangen kann, muss diese Zellwand aufgebrochen werden. Man spricht dann von „aufgeschlossener“ Chlorella oder „cracked cell wall“. In Bio Green Flow verwenden wir aufgeschlossene Chlorella.
Geschmacklich ist Chlorella etwas milder und grasiger als Spirulina, aber ebenfalls deutlich pflanzlich.
Die Unterschiede auf einen Blick
Spirulina ist ein fadenförmiges Cyanobakterium aus warmen, alkalischen Gewässern, blaugrün, eiweißreich und geschmacklich eher meerig. Chlorella ist eine einzellige Grünalge aus Süßwasser, sattgrün, mit fester Zellwand, die aufgeschlossen werden muss, und geschmacklich eher grasig. Zusammen ergänzen sie sich: Die eine bringt Tiefe, die andere Frische.
Ein häufiger Irrtum: Vitamin B12
Spirulina wird oft als Vitamin-B12-Quelle für Veganerinnen und Veganer beworben. Das ist problematisch. Ein großer Teil des B12 in Spirulina liegt als sogenanntes Pseudo-B12 vor, eine Form, die der menschliche Körper nicht verwerten kann. Ernährungsgesellschaften raten deshalb ausdrücklich davon ab, sich bei der B12-Versorgung auf Algen zu verlassen.
Wir sagen das so deutlich, weil wir nicht wollen, dass du dich auf falsche Versprechen verlässt. Wenn du dich vegan ernährst, brauchst du eine verlässliche B12-Quelle, und das ist kein Greens-Pulver.
Worauf es bei der Qualität ankommt
Algen wachsen im Wasser und nehmen auf, was darin ist. Deshalb ist die Qualität bei Spirulina und Chlorella besonders wichtig. Bei minderwertiger Ware können Verunreinigungen ein Thema sein, etwa Schwermetalle oder, bei Spirulina aus offenen Gewässern, Toxine anderer Blaualgenarten.
Seriöse Hersteller setzen deshalb auf kontrollierte Kulturen, regelmäßige Laboranalysen und zertifizierte Lieferketten. Bio-Qualität ist hier ein wichtiger Baustein, weil die Anbaubedingungen kontrolliert werden. Die Produktion nach GMP und ISO 22000 sorgt zusätzlich dafür, dass jede Charge dokumentiert und geprüft wird.
Chlorella und Schwermetalle: ein verbreitetes Versprechen
Chlorella wird häufig als Mittel zur „Ausleitung“ von Schwermetallen wie Blei oder Quecksilber beworben, manchmal auch als etwas, das „das Blut reinigt“. Richtig ist, dass Chlorella von Natur aus sehr reich an Chlorophyll ist, daher die intensive grüne Farbe. Richtig ist auch, dass die Zellwand der Alge im Labor Metalle binden kann.
Daraus folgt aber nicht, dass Chlorella im menschlichen Körper Schwermetalle ausleitet. Die Studienlage dafür ist dünn, eine zugelassene Aussage gibt es in der EU nicht, und das Blut wird von Nieren und Leber gereinigt, nicht von Chlorophyll. Wer eine Schwermetallbelastung vermutet, gehört in ärztliche Behandlung.
Paradox, aber wichtig: Gerade weil Algen Metalle aus ihrer Umgebung binden können, ist die Qualität der Rohware so entscheidend. Eine Alge aus belastetem Wasser bringt die Belastung mit. Deshalb achten wir auf kontrollierte Bio-Kulturen und geprüfte Chargen.
Warum beide in Bio Green Flow stecken
Wir hätten uns für eine der beiden entscheiden können. Aber zusammen ergeben Spirulina und Chlorella ein vollständigeres Bild: unterschiedliche Pigmente, unterschiedliche Geschmacksnoten, unterschiedliche pflanzliche Inhaltsstoffe. In Kombination mit der Alfalfa-Basis, Moringa, Brennnessel und Weizengras entsteht eine Mischung, in der keine Zutat die anderen dominiert.
So schmecken Algen besser
Wenn dir der Algengeschmack anfangs zu intensiv ist, hilft Säure. Ein Spritzer Zitrone oder ein Schuss Orangensaft nimmt dem Meerigen die Spitze. Im Smoothie mit Banane oder Mango verschwindet er fast ganz. Und ganz ehrlich: Nach ein paar Tagen gewöhnen sich die meisten daran.
Häufige Fragen
Ist Spirulina eine Alge?
Streng genommen nicht. Spirulina (Arthrospira) ist ein Cyanobakterium, wird aber umgangssprachlich als Blaualge bezeichnet.
Was bedeutet aufgeschlossene Chlorella?
Die feste Zellwand der Chlorella wird mechanisch aufgebrochen, damit der Körper mit der Alge etwas anfangen kann.
Enthält Spirulina Vitamin B12?
Ein großer Teil liegt als Pseudo-B12 vor, das der Mensch nicht verwerten kann. Für die B12-Versorgung, etwa bei veganer Ernährung, ist Spirulina nicht geeignet.
Kann man Spirulina und Chlorella kombinieren?
Ja, viele Greens-Mischungen enthalten beide. Halte dich an die empfohlene Tagesmenge des jeweiligen Produkts.
Entgiftet Chlorella den Körper?
Chlorella ist reich an Chlorophyll, eine entgiftende Wirkung im Körper ist aber nicht ausreichend belegt und in der EU nicht zugelassen.
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Fazit
Spirulina und Chlorella sind keine austauschbaren „grünen Algen“, sondern zwei sehr unterschiedliche Organismen mit eigenem Charakter. Gut kombiniert und in guter Qualität sind sie eine sinnvolle Ergänzung in einer Greens-Mischung. Nur Wunder solltest du von ihnen nicht erwarten, und B12 schon gar nicht.
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