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Jod in Österreich: Warum die Schilddrüse Jod braucht und wann Vorsicht geboten ist

Jod ist ein Spurenelement, an das kaum jemand im Alltag denkt, obwohl die Schilddrüse ohne Jod nicht arbeiten kann. Österreich war früher ein klassisches Jodmangelgebiet. Heute sorgt jodiertes Speisesalz für eine deutlich bessere Versorgung, ganz erledigt ist das Thema aber nicht. Hier erfährst du, was Jod macht, woher es kommt und wann Vorsicht geboten ist.

Kurz gesagt: Jod trägt zur normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen bei. Die Böden im Alpenraum sind jodarm, jodiertes Speisesalz hat die Versorgung in Österreich aber deutlich verbessert. Weitere Quellen sind Meeresfisch und Milchprodukte. Getrocknete Meeresalgen können extrem viel Jod enthalten. Bei Schilddrüsenerkrankungen jodhaltige Präparate immer ärztlich abklären.

Was Jod macht

Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Außerdem trägt es zu einer normalen kognitiven Funktion, einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen Funktion des Nervensystems und zur Erhaltung normaler Haut bei.

Die Schilddrüsenhormone steuern unter anderem den Stoffwechsel und sind in Schwangerschaft und Kindheit für die Entwicklung wichtig.

Jod in Österreich

Die Böden im Alpenraum sind von Natur aus jodarm, weil Jod über Jahrtausende ausgewaschen wurde. Pflanzen und Tiere aus der Region enthalten deshalb wenig davon. Früher war der Kropf, eine vergrößerte Schilddrüse, in Österreich weit verbreitet. Mit der Einführung von jodiertem Speisesalz hat sich die Situation stark verbessert.

Woher Jod heute kommt

Jodiertes Speisesalz ist die wichtigste Quelle. Achte beim Kauf auf den Hinweis „jodiert“. Viele Gourmet-Salze, Meersalze und Steinsalze sind nicht jodiert.

Meeresfisch und Meeresfrüchte enthalten natürlicherweise Jod.

Milch und Milchprodukte liefern ebenfalls Jod.

Brot und Fertigprodukte tragen bei, wenn der Hersteller jodiertes Salz verwendet. Das ist aber nicht immer der Fall.

Wer knapp versorgt sein kann

Menschen, die sich vegan ernähren und kein jodiertes Salz verwenden, Menschen, die bewusst sehr salzarm essen oder nur nicht jodiertes Spezialsalz verwenden, sowie Schwangere und Stillende, deren Bedarf erhöht ist. In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Jodversorgung meist ärztlich begleitet.

Vorsicht bei Meeresalgen

Getrocknete Meeresalgen wie Kombu, Wakame oder Hijiki können extrem viel Jod enthalten, teils so viel, dass schon kleine Mengen die empfohlene Tageszufuhr um ein Vielfaches übersteigen. Die Gehalte schwanken stark und sind oft nicht deklariert. Wer Algen regelmäßig isst, sollte darauf achten.

Das gilt übrigens nicht für Spirulina und Chlorella, die im Süßwasser wachsen und keine nennenswerten Jodquellen sind, auch nicht für Lithothamnium in der Menge, in der es in Bio Green Flow enthalten ist.

Wann Vorsicht geboten ist

Bei Schilddrüsenerkrankungen ist die Jodzufuhr ein ärztliches Thema. Bei einer Überfunktion, bei Knoten mit eigenständiger Hormonproduktion (Autonomie) und teilweise bei Hashimoto kann zusätzliches Jod ungünstig sein. Wenn du eine Schilddrüsenerkrankung hast oder Schilddrüsenmedikamente nimmst, sprich vor jeder jodhaltigen Nahrungsergänzung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Jod in unserem Multivitamin

Unser Multivitamin enthält 300 µg Jod pro Tagesportion, das sind 200 % des Nährstoffbezugswerts. Zusammen mit jodiertem Salz und Milchprodukten kommst du damit deutlich über die empfohlene Zufuhr, die bei Erwachsenen bei rund 150 bis 200 µg pro Tag liegt. Für gesunde Menschen ist das in der Regel unbedenklich, bei Schilddrüsenerkrankungen aber nicht ohne ärztliche Rücksprache geeignet.

Häufige Fragen

Woher bekomme ich Jod?

Vor allem aus jodiertem Speisesalz, Meeresfisch und Milchprodukten.

Sind Algen eine gute Jodquelle?

Getrocknete Meeresalgen wie Kombu können so viel Jod enthalten, dass die empfohlene Zufuhr weit überschritten wird. Spirulina und Chlorella sind keine nennenswerten Jodquellen.

Darf ich bei Hashimoto Jod nehmen?

Das hängt vom Einzelfall ab. Kläre jodhaltige Präparate bei Schilddrüsenerkrankungen immer vorher ärztlich ab.

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Fazit

Jod ist unverzichtbar für die Schilddrüse, und dank jodiertem Speisesalz ist die Versorgung in Österreich heute meist gut. Achte auf jodiertes Salz, sei vorsichtig mit Meeresalgen und kläre jodhaltige Präparate bei Schilddrüsenerkrankungen immer vorher ärztlich ab.

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