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Nahrungsergänzung und Medikamente: Was du über Abstand und Wechselwirkungen wissen solltest

Nahrungsergänzungsmittel wirken harmlos, schließlich sind es Lebensmittel. Trotzdem können sie mit Medikamenten in Wechselwirkung treten: Sie können die Aufnahme eines Medikaments verringern oder seine Wirkung beeinflussen. Hier erklären wir die wichtigsten Punkte, bezogen auf die Nährstoffe in unseren Produkten. Eine Beratung in der Apotheke oder bei deiner Ärztin oder deinem Arzt ersetzt dieser Artikel nicht.

Kurz gesagt: Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Zink und Calcium können die Aufnahme bestimmter Antibiotika, Osteoporose-Mittel und Schilddrüsenhormone verringern, deshalb braucht es meist mehrere Stunden Abstand. Vitamin K kann die Wirkung von Blutverdünnern wie Marcoumar beeinflussen. Eisen und Jod sollten nur bei Bedarf ergänzt werden. Im Zweifel in der Apotheke fragen.

Warum der zeitliche Abstand so wichtig ist

Viele Mineralstoffe, vor allem Magnesium, Calcium, Eisen und Zink, können im Darm mit bestimmten Wirkstoffen Verbindungen eingehen. Der Wirkstoff wird dann schlechter aufgenommen und wirkt womöglich nicht so, wie er soll. Die einfache Lösung ist ein zeitlicher Abstand zwischen Medikament und Mineralstoffpräparat, meist von mehreren Stunden. Wie groß er genau sein muss, hängt vom Medikament ab und steht in der Packungsbeilage.

Diese Medikamentengruppen sind besonders betroffen

Bestimmte Antibiotika. Vor allem Tetrazykline und Fluorchinolone können mit Magnesium, Eisen, Zink und Calcium Komplexe bilden.

Medikamente gegen Osteoporose. Bisphosphonate werden ohnehin nüchtern und mit Abstand zum Essen eingenommen, Mineralstoffpräparate gehören erst deutlich später dazu.

Schilddrüsenhormone. L-Thyroxin wird meist morgens nüchtern eingenommen. Magnesium, Eisen und Calcium sollten mit großem Abstand dazu folgen. Bei Schilddrüsenerkrankungen ist außerdem die Jodmenge in Nahrungsergänzungsmitteln relevant, etwa in einem Multivitamin.

Vitamin K und Blutverdünner

Gerinnungshemmer vom Typ Vitamin-K-Antagonisten, in Österreich vor allem Marcoumar, wirken, indem sie Vitamin K im Gerinnungssystem entgegenwirken. Eine veränderte Vitamin-K-Zufuhr kann die Einstellung durcheinanderbringen. Vitamin K steckt in unseren Tropfen Vitamin D3 & K2, im Multivitamin und in kleineren Mengen auch in grünen Pflanzen wie Alfalfa, Spirulina und Chlorella in Bio Green Flow. Wenn du solche Medikamente nimmst, besprich jede Nahrungsergänzung mit Vitamin K oder grünen Pflanzen vorher ärztlich. Entscheidend ist dabei vor allem, dass die Zufuhr gleichmäßig bleibt.

Bei anderen Gerinnungshemmern, bei Thrombozytenaggregationshemmern und vor Operationen ist auch Omega-3 in höheren Mengen ein Thema, weil es die Blutgerinnung beeinflussen kann.

Eisen und Jod: nicht einfach nebenbei

Eisen und Jod sind keine Nährstoffe, die man ohne Nachdenken zusätzlich nimmt. Eisen solltest du nur ergänzen, wenn ein Bedarf besteht, und bei einer Eisenspeicherkrankheit gar nicht ohne ärztliche Anweisung. Jod ist bei Schilddrüsenerkrankungen ein Thema für die Ärztin oder den Arzt.

Hormonabhängige Erkrankungen

Alfalfa enthält Phytoöstrogene, Pflanzenstoffe mit östrogenähnlicher Struktur. Wenn du eine hormonabhängige Erkrankung hast oder eine Hormontherapie machst, kläre die Einnahme von Alfalfa-Produkten wie Bio Green Flow vorher ab.

Nierenerkrankungen

Die Nieren scheiden überschüssiges Magnesium und andere Mineralstoffe aus. Bei eingeschränkter Nierenfunktion können sich diese Stoffe im Körper anreichern. Nimm Mineralstoffpräparate dann nur nach ärztlicher Rücksprache.

Mengen addieren sich

Wer mehrere Nahrungsergänzungsmittel kombiniert, sollte die Mengen zusammenzählen. Nimmst du zum Beispiel unser Multivitamin und die Vitamin-D3-&-K2-Tropfen, kommst du auf 60 µg Vitamin D3 und 190 µg Vitamin K2 pro Tag. Das kann in Ordnung sein, sollte aber eine bewusste Entscheidung sein und keine zufällige.

Eine einfache Faustregel

Nimm deine Medikamente so, wie sie verordnet sind, und plane Nahrungsergänzungsmittel mit Abstand dazu ein. Sag deiner Ärztin, deinem Arzt und in der Apotheke, welche Präparate du nimmst, auch wenn sie dir harmlos vorkommen. Und nimm die Hinweise auf der Verpackung ernst.

Häufige Fragen

Wie viel Abstand zwischen Magnesium und Medikamenten?

Meist mehrere Stunden. Der genaue Abstand hängt vom Medikament ab und steht in der Packungsbeilage.

Darf ich mit Marcoumar Vitamin K2 nehmen?

Nur nach ärztlicher Rücksprache. Vitamin K kann die Wirkung von Vitamin-K-Antagonisten beeinflussen.

Darf ich Magnesium zusammen mit L-Thyroxin nehmen?

Nicht gleichzeitig. L-Thyroxin wird meist morgens nüchtern eingenommen, Magnesium mit großem Abstand danach.

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Fazit

Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente vertragen sich meistens gut, wenn man ein paar Regeln kennt: Abstand bei Mineralstoffen, Vorsicht bei Vitamin K und Blutverdünnern, Eisen und Jod nur bei Bedarf, und bei chronischen Erkrankungen immer vorher fragen.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung.

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