Kaum ein Nährstoff wird so häufig empfohlen wie Vitamin D, und seit einigen Jahren fast immer in Kombination mit Vitamin K2. Was ist dran an diesem Duo? Warum wird Vitamin D manchmal als Hormon bezeichnet? Und worauf musst du achten, bevor du es nimmst? Hier findest du eine ehrliche Einordnung.
Kurz gesagt: Vitamin D bildet die Haut mit Sonnenlicht, in Österreich reicht die Sonne von etwa Oktober bis März dafür meist nicht. Vitamin D trägt unter anderem zur Erhaltung normaler Knochen, Zähne, Muskelfunktion und Immunfunktion bei, Vitamin K zur normalen Blutgerinnung und zu normalen Knochen. Wer Blutverdünner vom Typ Marcoumar nimmt, darf Vitamin K nur nach ärztlicher Rücksprache ergänzen.
Vitamin D: Vitamin oder Hormon?
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin mit einer Besonderheit: Der Körper kann es selbst bilden, und zwar in der Haut, wenn sie UVB-Strahlung ausgesetzt ist. In Leber und Niere wird Vitamin D dann in mehreren Schritten in seine hormonaktive Form umgewandelt, das Calcitriol. Deshalb liest man oft, Vitamin D sei eigentlich ein Hormon. Ganz korrekt ist das nicht: Vitamin D selbst ist die Vorstufe, das aktive Hormon entsteht erst im Körper.
Rezeptoren für diese aktive Form finden sich in sehr vielen Geweben des Körpers. Das erklärt, warum Vitamin D in der Forschung so viel Aufmerksamkeit bekommt.
Warum die Versorgung bei uns oft knapp ist
In Österreich reicht die Sonne in den Wintermonaten, grob von Oktober bis März, meist nicht aus, damit die Haut nennenswert Vitamin D bilden kann. Dazu kommt, dass viele Menschen auch im Sommer überwiegend drinnen arbeiten. Über die Ernährung ist Vitamin D schwer abzudecken, denn nur wenige Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen, vor allem fetter Fisch und in geringerem Umfang Eier.
Was Vitamin D im Körper macht
Für Vitamin D gibt es mehrere zugelassene Aussagen. Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor und zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei. Es trägt zur Erhaltung normaler Knochen, normaler Zähne und einer normalen Muskelfunktion bei, zu einer normalen Funktion des Immunsystems und es hat eine Funktion bei der Zellteilung.
Aussagen über Stimmung, Energie oder „gute Laune“ sind für Vitamin D nicht zugelassen, auch wenn sie in der Werbung oft auftauchen.
Und wozu Vitamin K2?
Vitamin K ist ebenfalls fettlöslich. Es kommt in zwei natürlichen Hauptformen vor: Vitamin K1 in grünem Blattgemüse und Vitamin K2 (Menachinone), das von Bakterien gebildet wird und etwa in fermentierten Lebensmitteln steckt. MK-7 ist eine Form von Vitamin K2, die im Körper vergleichsweise lange verfügbar bleibt.
Zugelassen sind für Vitamin K zwei Aussagen: Es trägt zu einer normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen bei. Vitamin D und Vitamin K sind damit beide am Knochenstoffwechsel beteiligt, was die Kombination naheliegend macht.
Häufig liest man, K2 sorge dafür, dass sich Calcium „nicht in den Gefäßen ablagert“. Dazu wird geforscht, eine zugelassene Aussage gibt es aber nicht, und wir versprechen es deshalb nicht.
Unser Vitamin D3 & K2 im Detail
Unsere Tropfen enthalten Vitamin D3 und Vitamin K2 als MK-7 (Rohstoff K2VITAL™), gelöst in MCT-Öl. Die Tagesportion von zwei Tropfen liefert 50 µg Vitamin D3, das entspricht 2.000 IE und 1.000 % des Nährstoffbezugswerts, sowie 40 µg Vitamin K2, also 53 % des Nährstoffbezugswerts.
Das ist eine hohe Dosierung. Sie liegt unter der von der EFSA festgelegten tolerierbaren Obergrenze von 100 µg pro Tag für Erwachsene, aber deutlich über dem Tagesbedarf, der bei ausreichender Sonne über die Haut gedeckt würde. Wenn du Vitamin D3 dauerhaft nimmst, ist es sinnvoll, deinen Vitamin-D-Spiegel gelegentlich ärztlich bestimmen zu lassen.
So nimmst du die Tropfen ein
Täglich zwei Tropfen, am besten zu einer Mahlzeit, die etwas Fett enthält. Beide Vitamine sind fettlöslich und werden zusammen mit Fett gut aufgenommen. Kombiniere die Tropfen nicht ohne Rücksprache mit anderen hochdosierten Vitamin-D-Präparaten. Unser Multivitamin enthält zum Beispiel zusätzlich 10 µg Vitamin D3.
Wichtig: Vitamin K und Blutverdünner
Das ist der wichtigste Hinweis in diesem Artikel. Wenn du Gerinnungshemmer vom Typ Vitamin-K-Antagonisten nimmst, in Österreich vor allem Marcoumar, darfst du Vitamin-K-haltige Nahrungsergänzungsmittel nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt einnehmen. Diese Medikamente wirken, indem sie Vitamin K entgegenwirken, und eine veränderte Vitamin-K-Zufuhr kann ihre Wirkung beeinflussen.
Ebenfalls ärztlich abklären solltest du die Einnahme bei Nierenerkrankungen, Nierensteinen, erhöhten Calciumwerten, Sarkoidose sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.
Häufige Fragen
Ist Vitamin D ein Hormon?
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Im Körper wird es in seine hormonaktive Form Calcitriol umgewandelt.
Warum Vitamin D3 zusammen mit K2?
Beide sind am Knochenstoffwechsel beteiligt: Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei, Vitamin K ebenfalls.
Wie viel Vitamin D3 enthalten die Tropfen?
Zwei Tropfen liefern 50 µg (2.000 IE) Vitamin D3 und 40 µg Vitamin K2 als MK-7.
Darf ich Vitamin K2 mit Blutverdünnern nehmen?
Bei Vitamin-K-Antagonisten wie Marcoumar nur nach ärztlicher Rücksprache, weil Vitamin K ihre Wirkung beeinflussen kann.
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Fazit
Vitamin D3 und K2 sind ein sinnvolles Duo, weil beide am Knochenstoffwechsel beteiligt sind, und in unseren Breiten ist Vitamin D im Winter oft knapp. Wer die Kombination nimmt, sollte die Dosierung kennen, den Spiegel gelegentlich prüfen lassen und bei Blutverdünnern unbedingt vorher ärztlich Rücksprache halten.
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Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.